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Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz (ZMV)

Die Aufstiegsfortbildung zur Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin (ZMV) könnte für dich interessant sein, wenn du dich beruflich mehr auf den Verwaltungsbereich fokussieren möchtest. Als ZMV bist du die oder der erste Ansprechpartner/in für das gesamte Team und Expertin für Praxisorganisation. 

Du übernimmst sämtliche Tätigkeiten in der Praxisadministration und steuerst alle Verwaltungsprozesse. Durch vertiefte Kenntnisse im Qualitätsmanagement entwickelst du für das QM-Konzept und sorgst für die Umsetzung und Kontrolle. Als ZMV kennst du dich mit dem Leistungsspektrum der Praxis genau aus und weißt, wie deine Praxis am effektivsten abrechnen kann und stellst außerdem eine ordentliche Dokumentation sicher. 

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich der ZMV liegt in der Mitarbeiterführung. Du kennst dich mich arbeitsrechtlichen Grundlagen aus und planst den reibungslosen Einsatz vom gesamten Team. Außerdem schulst du deine Kolleginnen und Kollegen damit alle in der Zahnarztpraxis über Neuerungen informiert sind und die gleichen Abläufe befolgen. Auch die Ausbildung der Azubis liegt in deinem Verantwortungsbereich und du planst den Ausbildungsablauf.

Auf einen Blick

Voraussetzungen
  • Abgeschlossene Berufsausbildung als Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Zahnarzthelfer/in oder eines gleichwertigen Abschlusses
  • Erfolgreiche Absolvierung einer geforderten Aufnahmeprüfung. Die Durchführung einer Aufnahmeprüfung ist nicht zwingend und liegt im Ermessen der (Landes-) Zahnärztekammer
  • Kursteilnahme (nicht älter als zwei Jahre) „Maßnahmen im Notfall (Herz-Lungen Wiederbelebung)“ mit mindestens sechzehn Unterrichtsstunden
Dauer Mindestens 400 Stunden, von 6-11 Monate (je nachdem, ob die Fortbildung in Vollzeit oder berufsbegleitend in Teilzeit absolviert wird)
Kosten

ab ca. 2.490 € plus ca. 280 Euro Prüfungsgebühr

Arbeitsorte

Zahnarztpraxis, Zahnkliniken, Abrechnungsunternehmen

Berufliche Chancen

Gehaltsstufe IV des Vergütungstarifvertrags für ZFA

Aufgaben als ZMV

Der Aufgabenbereich als ZMV kann je nach Praxis etwas unterschiedlich ausfallen. Durch dein breites Wissen in der allgemeinen Praxisverwaltung sind die Aufgaben breitgefächert, abwechslungsreich und verantwortungsvoll. 

Typische Aufgaben einer ZMV sind:

  • Erstellung von HKP sowie Kostenvoranschlagen inkl. Besprechung/ Beratung mit Patienten und Behandlerteams
  • Abrechnung der zahnärztlichen, kieferchirurgischen und labortechnischen Leistungen (BEMA und GOZ)
  • Korrespondenz mit den Krankenkassen oder anderen Institutionen
  • Controlling von Lieferantenrechnungen und Kassenbuchführung 
  • Qualitätsmanagement von der Planung über Einführung bis Kontrolle und Evaluation
  • Personalmanagement inkl. Mitarbeitergesprächen, Dienstplänen, Einweisung in Arbeitsabläufe, Einweisung neuer Mitarbeiter

Berufliche Chancen

Die Aufstiegsfortbildung zur ZMV bietet dir die Möglichkeit Managementaufgaben in der Zahnarztpraxis und mehr Verantwortung zu übernehmen. Du eignest dir vertieftes Wissen auf den Gebieten Praxisorganisation, Praxisverwaltung, Qualitätsmanagement und Personalwesen an. Dies macht dich zu einer begehrten Fachkraft, um administrative Managementaufgaben vom Praxisinhaber zu organisieren und ihn/sie so zu entlasten. 

Durch deine erweiterten und umfangreichen Kompetenzen als ZMV, hast du eine Gute Basis bei der Gehaltsverhandlung. Laut Gehaltstarifvertrag für ZFA rutscht du durch die Fortbildung zur ZMV in Tätigkeitsgruppe IV. 

Mit deinem Spezialwissen hast du außerdem die Möglichkeit dich als ZMV selbstständig zu machen und z.B. als BeraterIn für Zahnarztpraxen zu arbeiten, um für eine bessere Praxisorganisation zu sorgen oder externe Praxen in der Abrechnung zu unterstützen. 

Alternativ kannst du dich auch als DozentIn etablieren und selbst Fortbildungskurse zu deinen Lieblingsthemen anbieten.

Fortbildungsablauf

Die Fortbildung wird, je nach Anbieter, berufsbegleitend oder auch in Vollzeit angeboten. Manche Fortbildungsanbieter haben den Kurs als Kompaktkurs oder in Modulen gestaltet, die einzeln gebucht werden können..

Der Fortbildungsablauf ist teils sehr unterschiedlich organisiert. Von Präsenzunterricht, über Fernlehrgang, Wochenendunterricht oder als Nachtschärmerkurs in den Abendstunden ist alles dabei. 

Welche Unterrichtsform für dich am besten funktioniert, entscheidest du selbst. Wenn du unter der Woche auch nach der Arbeit noch einen vollen Terminplan hast, ist es für dich vielleicht am einfachsten den Kurs am Wochenende zu besuchen. Für alle, die sich auch gut zuhause alleine zum Lernen motivieren können, kann ich Fernlehrgänge ebenfalls sehr empfehlen.

Fortbildungsinhalte

Damit du später im Praxisalltag die genannten Schwerpunkte sicher und eigenständig angehen kannst, empfehle ich dir bei der Anbietersuche darauf zu achten, dass die Fortbildung praxisnah gestaltet ist. Anhand konkreter Beispiele aus dem Zahnarztpraxisalltag kannst du bestimmte Sachverhalte besser nachvollziehen und das Gelernte später direkt umsetzen. 

Um dem Fortbildungscurriculum der Bundeszahnärztekammer zu entsprechen, sollte der Fortbildungskurs für den du dich entscheidest, folgende Themenschwerpunkte beinhalten:

Fortbildungsinhalte
Abrechnungswesen 
  • BEMA – Gebührenregelungen, auch EDV-unterstützt, anwenden, Be- und Abrechnung von Leistungen vornehmen 
  • Gesetzliche Bestimmungen der GOZ sowie deren Anwendungsbereiche umsetzen, Vorschriften im Schnittstellenbereich von BEMA sowie GOZ und GOÄ anwendungsbezogen differenzieren 
  • Labortechnische Leistungen abrechnen • Betriebswirtschaftliche Auswertungen zu abrechnungsbezogenen Leistungen erstellen
Praxisorganisation und -management, Qualitätsmanagement 

Im Bereich Praxisorganisation und -management, Qualitätsmanagement soll die Kompetenz erworben werden, betriebliche Abläufe unter Beachtung wirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte zu planen, zu organisieren und zu kontrollieren. Dabei sollen die betrieblichen Ressourcen unter Berücksichtigung ökonomischer und ökologischer Gesichtspunkte eingesetzt werden. Ferner soll die Befähigung erlangt werden, ein vorgegebenes Qualitätsmanagementsystem einzuführen und zu etablieren bzw. ein vorhandenes System zu pflegen. Praxisorganisation und -management 

  • Die Begriffe Aufbau- und Ablauforganisation erläutern und auf das Arbeitsumfeld übertragen können • Arbeitsplätze unter ergonomischen, ökonomischen und juristischen Gesichtspunkten gestalten können • Organisationsgrundsätze kennen und im Arbeitsprozess umsetzen können 
  • Dokumentation und Archivierung (z. B. von Vorgängen, Behandlungen) durchführen können 
  • Termin- und Bestellsysteme kennen und anwenden können 
  • Personal- und Arbeitszeitplanung praxis- und rechtskonform durchführen können 
  • Materialverwaltungssysteme kennen, anwenden und kontrollieren können 
  • Bestandsverwaltung, z. B. von Gefahrstoffen und Medikamenten, planen und organisieren können Muster-Fortbildungsordnung ZMV|Bundeszahnärztekammer |Dezember 2014 9/11 Praxismarketing 
  • Grundlagen des Praxismarketings erläutern können 
  • Marketingmaßnahmen im berufsrechtlich zulässigen Rahmen planen, organisieren und durchführen können Qualitätsmanagement 
  • Definitionen und Grundlagen kennen und erläutern können 
  • Qualitätsmanagementsysteme kennen und unterscheiden können 
  • Implementierung und Pflege eines Qualitätsmanagementsystems durchführen können 
  • Qualitätssichernde Maßnahmen aus gesetzlichen Vorschriften, Richtlinien und Verordnungen umsetzen können 
  • Qualitätsmanagement als Kommunikationsaufgabe begreifen und kommunikativ begleiten können 
  • Dokumentation des Qualitätsmanagements durchführen können 
  • Gegenmaßnahmen bei unerwünschter Abweichung entwickeln und einleiten können
Rechts- und Wirtschaftskunde 

Im Bereich Rechts- und Wirtschaftskunde sollen juristische und ökonomische Kenntnisse erworben werden, die für die Planung, Durchführung und Kontrolle betrieblicher Abläufe und Tätigkeiten notwendig sind. 

Rechtskunde: 

  • Allgemeine Rechtsbegriffe kennen und verwenden können 
  • Praxisrelevante Gesetze und Verordnungen kennen und berufsbezogen anwenden können • Einschlägige Arbeitsrecht- und Arbeitsschutzbestimmungen kennen und anwenden können • Grundlagen der Gehaltsabrechnung erklären können 
  • Das gerichtliche und außergerichtliche Mahnwesen rechtssicher abwickeln können 
  • Abgrenzung zwischen Sozial- und Privatversicherungen durchführen können
  • Grundlagen der Besteuerung einer Zahnarztpraxis kennen und praxisbezogen erläutern können 

Wirtschaftskunde:

  • Grundbegriffe des Wirtschaftens, insb. Güter, Märkte und Preisbildung, berufsbezogen erläutern können 
  • Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs durchführen können 
  • Grundlagen des Controllings beherrschen und arbeitsplatzbezogen anwenden können
Informations- u. Kommunikationstechnologie 

Im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie soll die Kompetenz erworben werden, Softwarelösungen unter Beachtung rechtlicher und ökonomischer Aspekte zielorientiert einzusetzen. Zielorientierte Anwendung von Software, insbesondere zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentation und Informationsgewinnung. 

Textverarbeitungssoftware: 

  • Text- und Absatzformatierung durchführen können 
  • Layoutkontrolle und Druck durchführen können 
  • Automatisierte Text-Bausteine und Formatvorlagen / Serienbriefe erstellen können • Tabellen/Diagramme erstellen können 

Tabellenkalkulation: 

  • Tabellen, Grafiken und Diagramme erstellen können 
  • Spezielle Funktionen, Analyse-Methoden anwenden können 
  • Grundlegende Makrobefehle/Aufbau und Einsatz von Makros anwenden können 

Präsentationstechniken: 

  • Präsentationen strukturieren, planen und erstellen können 
  • Vorträge zielgruppengerecht gestalten können 
  • Handouts zielgruppengerecht erstellen können 

Praxisbezogener Einsatz von Internet und Intranet: 

  • Möglichkeiten und Risiken des Interneteinsatzes darstellen und bewerten können 
  • Bei der Erstellung und Pflege einer Praxishomepage mitwirken können 
  • Das Internet berufsbezogen nutzen können (z. B. Informationsbeschaffung, Bestellwesen, Fortbildung, Abrechnung, sicherer Datentransfer) 

Datenschutz und Datensicherheit: 

  • Die Bedeutung von Anti-Virenprogrammen erläutern können 
  • Prinzipien der Datensicherung erläutern können 
  • Einschlägige Normen (z. B. Bundesdatenschutzgesetz, Sozialgesetzbuch) nennen und deren wesentlichen Vorgaben praxisorientiert erläutern können 
  • Maßnahmen zum Datenschutz und zur Datensicherung planen und umsetzen können
Kommunikation/Rhetorik/Psychologie 

Im Bereich Kommunikation/Rhetorik/Psychologie sollen psychologische und soziologische Grundkenntnisse erworben werden, die notwendig sind, um Wahrnehmungs-, Verhaltensund Kommunikationsprozesse verstehen, reflektieren und gestalten zu können. 

Psychologische und soziologische Grundlagen: 

  • Grundlagen der Wahrnehmung, der Kommunikation sowie Kommunikationsmodelle erläutern können 
  • Grundlagen der Rhetorik erläutern können 
  • Grundlagen der Mitarbeiterführung erörtern und anwenden können 
  • Mit schwierigen Patienten, insbesondere im Konfliktfall, umgehen können 
  • Rollen- und Konfliktverhalten in Demonstrationen und Übungen darstellen können 

Interne und externe Kommunikation: 

  • Psychologische, soziologische und rhetorische Grundlagen im Rahmen der Kommunikation mit Kollegen, Vorgesetzten, Patienten und sonstigen Dritten (Labor, Lieferanten, Krankenkassen usw.) zielorientiert anwenden können 
  • Schriftverkehr unter Beachtung der DIN-Normen abwickeln können 
  • Besonderheiten der Telekommunikation, insbesondere mittels Telefon, erläutern und sachgerecht umsetzen können
Ausbildungswesen/Fortbildung/Pädagogik 

Es soll die Kompetenz erworben werden, das Auswahl- und Einstellungsverfahren von Auszubildenden zu planen und zu koordinieren. Ferner soll die Kompetenz erlangt werden, die rechtskonforme Durchführung der Ausbildung sicherzustellen. Zusätzlich soll die Fähigkeit erlangt werden, den Arbeitgeber im Rahmen der gezielten Mitarbeiterfindung, -bindung und -fortbildung zu unterstützen. 

  • Allgemeine Grundlagen der Berufsbildung kennen und erläutern können 
  • Rechtliche Grundlagen der Berufsausbildung und Fortbildung (insbes. Berufsbildungsgesetz und Ausbildungsverordnung) kennen und im Rahmen der Planung und Durchführung der Ausbildung anwenden können 
  • Bei der Auswahl und Einstellung von Auszubildenden zielgerichtet mitwirken können 
  • Bei der Planung und Durchführung der Fortbildung von Mitarbeitern/innen sachgerecht unterstützen können 
  • Grundlagen der Lernpsychologie und Pädagogik kennen und im Rahmen der Aus-und Fortbildung anwenden können

Prüfung und Abschluss

Die Prüfung gliedert sich in einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Nach erfolgreichem Abschluss erhältst du ein Zertifikat und kannst dich offiziell Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz nennen.

Weiterführende Links

Sämtliche Informationen über die Aufstiegsfortbildung zur Zahnmedizinische Verwaltungsassistenz (ZMV) habe ich aus den folgenden Quellen entnommen:

Qualitätsmanagement-Beauftragte/r (QMB)

Seit dem Jahr 2004 ist für alle an der vertragsärztlichen und vertragszahnärztlichen Versorgung teilenehmenden Praxen vorgeschrieben, ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen. Grundlage hierfür ist die QM-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA).

Auch, wenn es sich im ersten Moment nach unnötiger und zusätzlicher Bürokratie anhört. Ein QM-System trägt wesentlich zu einem strukturierten Praxisablauf bei. Gleiche Arbeitsprozesse, die von allen eingehalten werden, vermeiden Fehler und können neuen Mitarbeitern die Einarbeitung erleichtern. Außerdem werden uns MFA neue Türen geöffnet, um sich beruflich weiterzuentwickeln.

Die Weiterbildung zur Qualitätsmanagementbeauftragten als Medizinische Fachangestellte bzw. Zahnmedizinische Fachangestellte eignet sich vor allem für diejenigen, die gerne mehr Verwaltungsaufgaben übernehmen möchten. Neue Prozesse aufsetzen und bisherige Abläufe effizienter gestalten, planen, organisieren, verschriftlichen und überprüfen möchten. Das sind typische Aufgaben als QMB, die dir Spaß bereiten sollten und zu deinen Kompetenzen gehören.

Es gibt dieses Weiterbildungsangebot auch speziell für Zahnmedizinische Fachangestellte. Manche Fortbildungsanbieter beziehen sich bei ihrem Fortbildungsangebot speziell auf die Bedürfnisse und Rahmenbedingungen einer Arztpraxis oder fokussieren sich auf die Zahnarztpraxis. Andere bieten allgemeine QM-Fortbildungen an, die sich an beide Berufe und auf andere Branchen anwenden lassen. Mehr Infos dazu findest du weiter unten bei den Fortbildungsanbietern.

Auf einen Blick

VoraussetzungenKeine – Empfohlen wird von vielen Fortbildungsanbietern z.B. eine abgeschlossene Ausbildung und Berufspraxis. Von Vorteil sind Vorkenntnisse und Vorerfahrungen im Qualitätsmanagement in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung
Dauer2 Tage bis 6 Monate (je nach Fortbildungsanbieter)
Kostenca. 298 € bis 1.475 € (je nach Fortbildungsanbieter)
ArbeitsorteArztpraxis, Zahnarztpraxis, MVZ, Krankenhäuser, ambulante OP-Zentren, Tageskliniken, Privatkliniken, Ambulanzen im Krankenhaus, Alten- und Pflegeheime. Auch ein Wechsel in andere Branchen ist denkbar.
Berufliche ChancenMehr Verantwortung, Gehaltssteigerung (Berechnung über unseren Gehaltsrechner)

Aufgaben als Qualitätsmanagement-Beauftragte/r

Stell dir mal vor, deine Praxis hat kein Qualitätsmanagementsystem. Jede MFA führt Untersuchungen nach einem anderen Prinzip durch, dokumentiert wie man will oder lässt es einfach. Alles geht drunter und drüber.

Die medizinische Versorgung in Deutschland unterliegt einem hohen Standard. Anforderungen und bestimmte Spielregeln für alle tragen dazu bei, um dieses Niveau aufrecht zu erhalten. Ein Qualitätsmanagementsystem kann den Alltag erleichtern. Abläufe und Prozesse strukturieren und effizienter gestalten. Es gibt dem Team Sicherheit. Die Einführung von Standards in euerem Praxisalltag ermöglicht es euch gesetzliche Vorschriften und Richtlinien einzuhalten. Wie zum Beispiel ein funktionierendes Notfallmanagement.

Ein QM-Konzept für die Praxis aufzusetzen ist anfangs mit viel Arbeit verbunden. Es gibt verschiedene QM-Systeme mit unterschiedlichen Ansätzen, Grundsätze, Instrumente und Zeitrahmen für eine Einführung und Weiterentwicklung dieses QM-Systems.

Um ein erfolgreiches QM-System einzuführen, ist ein gewisses Expertenwissen von Vorteil. Deshalb macht es auch Sinn, wenn sich eine Medizinische Fachangestellte für das Qualitätsmanagement verantwortlich fühlt. Durch eine entsprechende Fortbildung zur Qualitätsmanagementbeauftragten kannst du dir das notwendige Wissen aneignen, um die zentrale Ansprechperson in eurer Praxis für Qualitätsmanagement zu werden.

Du hast deinen eigenen Verantwortungsbereich und kannst mehr Aufgaben im Back Office übernehmen. Bei großen Häusern, wie einem MVZ oder einem Krankenhaus, werden auch immer mal wieder Voll- oder Teilzeitstellen im Bereich QM ausgeschrieben, sodass du sogar ganz aus dem typischen Praxisalltag aussteigen kannst. Sofern das dein langfristiger Wunsch ist.

Um ein QM-System aufzubauen, wird zunächst der Ist-Zustand aufgenommen. Danach die QM-Ziele festgelegt. Idealerweise macht die Qualitätsmanagementbeauftragte das mit der Praxisleitung zusammen. Dann werden entsprechende Maßnahmen geplant, Arbeitsanweisungen erstellt und Schulungen für das Team organisiert, um alle auf dem neuesten Stand zu halten. Oft gibt es eine QM-Software, die dir hilft Checklisten und Vorlagen zu erstellen, um eurer gesamtes QM-System digital zu dokumentieren.

Qualitätsmanagement besteht aber nicht nur daraus trockene Prozesse aufzusetzen und zu verschriftlichen. Auch die Einführung von regelmäßigen Teambesprechungen sind Teil von QM-Konzepten. So könnt ihr zu einem besseren Wir-Gefühl beitragen. Probleme und Unstimmigkeiten können schnell erkannt, angesprochen und gemeinsam gelöst werden. Ein weiterer spannender Teil des QM sind Patientenbefragungen. Indem ihr Patienten zu verschiedenen Themen der Praxisorganisation befragt, könnt ihr Prozesse besser analysieren und die Patientenzufriedenheit verbessern. Das Erarbeiten von solch einem Fragebogen, der genau zu eurer Praxis und den Gegebenheiten passt, macht Spaß und kann im Team erfolgen.

Arbeitsorte

Ganz klassisch findest du Qualitätsmanagementbeauftragte in der Arztpraxis, Zahnarztpraxis oder im MVZ. Aber auch Krankenhäuser und andere Einrichtungen im Gesundheitswesen müssen ein Qualitätsmanagementkonzept vorhalten. Weitere Arbeitsorte als QMB können z.B. sein: ambulante OP-Zentren, Tageskliniken, Privatkliniken, Ambulanzen im Krankenhaus, Alten- und Pflegeheime oder übergreifend sogar in Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenversicherungen.

Falls du als Medizinische Fachangestellte offen dafür bist, auch außerhalb der Praxis oder des Gesundheitswesen zu arbeiten, gibt es viele andere Branchen und Arbeitgeber, die QM-Systeme anwenden, auch wenn sie gesetzliche nicht unbedingt dazu verpflichtet sind.

Eine weitere Alternative ist sich als QM-Experte selbstständig zu machen, um Praxen extern zu beraten oder bei der Erstellung und Weiterführung ihres QM-Systems zu unterstützen. Es gibt mittlerweile auch viele Beratungsfirmen, die sich genau auf diese Tätigkeit spezialisiert haben. Auch hier werden immer wieder Stellen im Anstellungsverhältnis für Medizinische Fachangestellte ausgeschrieben.

Berufliche Chancen

Mit deinem Know-How als Qualitätsmanagementbeauftragte/r trägst du dazu bei, dass deine Praxis in der Zusammenarbeit untereinander und den Arbeitsabläufen noch erfolgreicher wird. Natürlich alles entsprechend der Anforderungen der offiziellen Qualitätsmanagement-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschuss. Du hast exklusives Expertenwissen aus dem Bereich Qualitätsmanagement und kannst im Laufe deiner Karriere darauf aufbauen.

Als QMB hast du deinen eigenen Verantwortungsbereich und kannst mehr Aufgaben im Back Office übernehmen. Du bist ebenfalls bei Arbeitgebern begehrt, die nicht zur klassischen Arztpraxis zählen (siehe Punkt Arbeitsorte). Und das öffnet dir als MFA wieder ganz andere Türen.

QM-Beauftragte übernehmen in größeren Unternehmen auch QM-Projekte und arbeiten eng mit dem Management zusammen. Bei großen Unternehmensstrukturen, wie z.B. bei einem Krankenhaus oder Pflegeheim müssen regelmäßig interne Audits geplant und durchgeführt werden. Auch die Pflege des QM-Handbuchs ist aufwändiger und muss abteilungsübergreifend gemanaged werden.

Außerdem kannst du zu der Weiterbildung zum/r Qualitätsmanagementbeauftragten eine Ausbildung zum internen Auditor dran hängen. Als interner Auditor bist du berechtigt, interne Audits durchzuführen. Eine Steigerung dazu ist eine weitere Ausbildung zum externen Auditor. Externe Auditoren arbeiten oft für Zertifizierungsunternehmen. Sie planen externe Audits, führen sie durch und sind für die Nachbereitung zuständig.

Wenn du dich für die Weiterbildung zur QMB entscheidest, kannst du die Fortbildungsstunden auch in die Berechnung deines Gehalts einbeziehen. Dafür hilft dir unser Gehaltsrechner.

Voraussetzungen

Spezielle Voraussetzungen habe ich bei den vielen verschiedenen Fortbildungsanbietern keine gefunden. Manche geben Empfehlungen ab, um gute Voraussetzungen für das erfolgreiche bestehen der Weiterbildung mitzubringen. Diese sind z.B. eine abgeschlossene Ausbildung und Berufspraxis. Von Vorteil sind Vorkenntnisse und Vorerfahrungen im Qualitätsmanagement in Einrichtungen der Gesundheitsversorgung. Grundsätzlich solltest du natürlich überlegen, ob du Spaß und Interesse an den Themen Qualität und Optimierung hast.

Fortbildungsablauf

Die meisten Weiterbildungen finden berufsbegleitend statt. Dabei gibt es wieder verschiedene Konzepte. Vom Fernlehrgang, über Onlinekurse oder Präsenzveranstaltungen findet man unterschiedliche Varianten der Anbieter. Welche Art zu lernen zu dir passt, weißt du am besten. Ich habe bereits schon diverse Fortbildungen absolviert in allen Varianten und kann Onlinekurse oder Fernlehrgänge ebenfalls empfehlen.

Fortbildungsinhalte

Bei den Fortbildungsinhalten solltest du darauf achten, dass die Inhalte praxisnah mit Fallbeispielen aus dem Berufsalltag einer MFA vermittelt werden. Alles andere wird zu trocken und oft nicht richtig verständlich. Durch Übungsaufgaben und Checklisten werden die theoretischen Inhalte greifbarer. So kannst du die Theorie direkt in die Praxis umsetzen und sofort anwenden.

Je nachdem für welchen Fokus du dich entscheidest, werden entweder QM-Inhalte speziell für die Arztpraxis vermittelt oder du hast eine allgemeine QM-Weiterbildung gewählt, wo dir verschiedene QM-Systeme und deren Inhalte vermittelt werden.

Es werden verschiedene Qualitätsmanagementsysteme angeboten. Ein speziell auf die Bedürfnisse von Arztpraxen und der optimalen Patientenversorgung ausgelegtes System ist das von der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und den Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) entwickelte QM-Verfahren (QEP – Qualität und Entwicklung in Praxen®). Oder das KPQM, speziell von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe entwickelt. Ein weiteres bekanntes QM-System ist die internationale Norm ISO:9001. Sie ist auch branchenübergreifend anwendbar. Hinzu kommen weitere QM-Systeme, die europaweite oder internationale Standards setzen. Wichtig ist, dass das QM-System zu der Praxisausrichtung und -größe sowie zur Arbeitsweise passt.

Im allgemeinen sollten die Anbieter für eine umfängliche Weiterbildung folgende Inhalte in dem gewählten Kurs vermitteln:

Fortbildungsinhalte
1. Gesetzliche Grundlagen
2. Grundlegende Kenntnisse des Qualitätsmanagements
3. Aufgaben und Stellung der Qualitätsmanagementbeauftragten
4. Qualitätsziele/ -Planung und deren Weiterentwicklung
5. Qualitätsmanagement-Handbuch
6. Dokumenten-Änderungsdienst
7. Arbeits- und Verfahrensanweisungen
8. Umgang mit Risiken und Chancen
9. Interne Selbstbewertung
10. Moderatorentraining und Teamentwicklung
11. Interne Visitation: Vorbereitung, Durchführung und Auswertung

Dauer

Ich habe QM-Weiterbildungen von unterschiedlichen Umfängen gefunden. Vom Wochenendkurs bis zu 20 Fortbildungstage mit anschließender TÜV Zertifizierung oder Fernlehrgänge von ca. 6 Monaten bei einem Lernpensum von etwa 8 Stunden pro Woche.

Wobei ich denke, dass ein Wochenendkurs eher für Personen mit Vorerfahrungen im QM geeignet sind, die ihr Wissen auffrischen möchten. Informiere dich vorher bei dem Anbieter deiner Wahl, welche Kenntnisse bei dem Kurs vermittelt werden und in welcher Tiefe.

Kosten

Von 298 Euro – 1.475 Euro (je nach Anbieter)

Da Praxen ein QM-System vorhalten müssen, kommt die Weiterbildung für dich als MFA auch dem Arbeitgeber zu Gute. Deshalb sprich ihn vorher an, ob er sich an den Kosten beteiligen möchte. Es gibt aber auch noch weitere Möglichkeiten Weiterbildungen zu finanzieren.

Prüfung und Abschluss

Bei ziemlich jedem Anbieter findet am Ende eine schriftliche Prüfung statt, bei der dein erlerntes Wissen über Qualitätsmanagement getestet wird.

Bei bestandener Prüfung erhältst du anschließend eine Teilnahmebescheinigung oder, je nach Anbieter, auch ein Zertifikat mit dem Abschlusstitel „Qualitätsmanagementbeauftragte/r (QMB)“.

Teilnahmebescheinigungen werden meist ausgehändigt, wenn es sich um einen Auffrischungskurs handelt und man anschließend keinen Titel erworben hat. Darauf solltest du achten bevor du dich anmeldest und noch keinen offiziellen Titel führst, der dich als QM-Beauftragte/r auszeichnet.

Weiterführende Links

Infobroschüre KBV

Study Nurse / Studienassistenz in Prüfstellen

Geforscht wird heutzutage überall. Gerade in der Medizin. Die Medizin steht nie still und entwickelt sich immer weiter. Neue Medikamente, neue Medizinprodukte, neue Therapieverfahren, neue Operationstechniken. Wirksamkeit, Nutzen, Qualität und Ergebnisse dieser Innovationen müssen wissenschaftlich erhoben und dokumentiert werden. Dazu werden Daten gesammelt, verarbeitet und in repräsentativen Studien veröffentlicht. Aber auch der Patientenkontakt kommt bei deiner Tätigkeit als Study Nurse nicht zu kurz. Eine Medizinische Fachangestellte mal anders.

Als Study Nurse, auch Studienassistenz genannt, arbeitest du an Studien mit und bist für die korrekte Durchführung mitverantwortlich. Nehmen wir mal an, du wirkst an einer Medikamentenstudie mit. Ein neues Medikament wird an freiwilligen Probanden getestet. Du kümmerst dich um die Betreuung des Patienten. Weiter klärst du über die Studie auf, koordinierst die Kontrolltermine, nimmst Blut ab und versendest das Probenmaterial an das zuständige Labor. Ähnlich wie in der Praxis, bist du Ansprechpartner für den Prüfarzt, die Patienten, die Studienzentrale, Sponsoren und anderen Beteiligten an der Studie.

Auf einen Blick

VoraussetzungenDa es für die Ausbildung zur Study Nurse keine gesetzliche Grundlage gibt, bestehen derzeit auch keine expliziten Zulassungsvoraussetzungen. Als Medizinische Fachangestellte (MFA) mit Berufserfahrung bringst du aber bereits medizinisches Vorwissen mit, was nur von Vorteil ist.
DauerUnterschiedlich. Von Wochenendkursen, über 1 Woche bis zu 6 Monate
Kosten1.200 bis 2.400 Euro (je nach Anbieter)
ArbeitsorteKliniken, Universitätskliniken, Labore, Forschungsinstitute, Pharmaunternehmen oder Medizinproduktehersteller
Berufliche ChancenBesseres Gehalt; Einstieg in die Forschung, Möglichkeit, mit einem weiterführenden Studium auf die Weiterbildung aufzubauen

Die Aufgaben als Study Nurse / Studienassistenz

Die Aufgaben als Study Nurse bzw. Studienassistenz sind vielfältig. Sie können je nach Einsatzort ganz unterschiedlich ausfallen. Aus unserer Sicht verbindet das Tätigkeitsfeld eine gute Mischung aus Verwaltungsaufgaben und Patientenkontakt. Du kannst in der Patientenrekrutierung, -aufklärung und -betreuung, der Erhebung von Studiendaten und deren Auswertung eingesetzt werden.

Hier sind einige weitere mögliche Aufgaben der täglichen Arbeit einer Study Nurse / Studienassistenz:

  • Ansprechpartner für den Prüfarzt, die Studienzentrale, Behörden, Sponsoren und Patienten
  • Betreuung der Patienten und unterstützende Aufklärung während der gesamten Studie
  • Organisation und Koordination der Diagnostik, des Labors, des Probenversands, der Prüfmedikation und der Blutentnahmen
  • Erhebung und Dokumentation aller studienbezogenen Daten
  • Terminvergabe nach Vorgabe des Studienprotokolls
  • Verwaltung und Archivierung der erhobenen Daten nach den gesetzlichen Vorgaben
  • Vorbereitung und Begleitung von Monitorbesuchen, Initiierungen und Audits
  • Umsetzung des Studienprotokolls in die Praxis in enger Zusammenarbeit mit dem Prüfarzt

Arbeitsorte als Study Nurse

Innerhalb des Gesundheitswesen findet man die Study Nurse / Studienassistenz in Kliniken, Universitätskliniken, Laboren, Forschungsinstituten, Pharmaunternehmen oder bei Medizinprodukteherstellern.

Berufliche Chancen als Study Nurse / Studienassistenz

Study Nurse werden aktuell häufig gesucht. Viele Stellenangebote richten sich dabei direkt an Medizinische Fachangestellte. Mit der Zusatzqualifikation als Study Nurse erwarten dich aber deutlich verantwortungsvollere Aufgabenbereiche und du kannst vielfältiger eingesetzt werden. Das erhöht nicht nur deine Chancen bei der Jobsuche, sondern auch das Gehalt.

Außerdem könntest du auf die Weiterbildung aufbauen und ein Fernstudium im Bereich Clinical Research Management anhängen.

Gehalt als Study Nurse

Es gibt keine eigenen Tarifverträge für Study Nurses oder Studienassistenz. In der Regel wirst du an den Tarifvertrag der Klinik oder des Forschungsinstituts angepasst. Das Einstiegsgehalt einer Study Nurse beträgt durchschnittlich ca. 2.800 Euro. Je nach Erfahrung und Verantwortungsbereich kann dein Gehalt auf bis zu 3800 Euro und mehr steigen.

Fortbildungsablauf

Für den Fortbildungskurs werden von den Anbietern verschiedene Modelle angeboten. Es gibt Intensivkurse bei denen du in Vollzeit innerhalb von 6 Tagen inklusive Abschlussprüfung dein Zertifikat machen kannst.

Die zweite Variante ist ein berufsbegleitender Wochenendkurs, der innerhalb von 6 Monaten zum Abschluss führt.

Zu guter Letzt findest du auch Anbieter, die berufsbegleitende Onlinekurse anbieten. Hier beträgt die Kursdauer meistens ebenfalls 6 Monate. Der Vorteil: du kannst als MFA weiter in der Praxis arbeiten und musst hast keine Gehaltseinbußen.

Einige Anbieter der Fortbildung empfehlen oder verlangen ein 2-wöchiges Praktikum, wenn noch keine Erfahrungen im Klinikbereich vorhanden sind.

Fortbildungsinhalte

Obwohl es die Berufsform der Study Nurse schon einige Jahre gibt, ist sie doch recht unbekannt. Übersetzen könnte man sie mit Studienassistenz. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Daher gibt es für die Weiterbildung auch keine einheitliche Regelungen.

Die Bundesärztekammer (BÄK) hat ein Curriculum „Studienassistenz in Prüfstellen“ erarbeitet. Das Curriuclum richtet sich dabei besonders an MFA, die Studien im Bereich der vertragsärztlichen Versorgung übernehmen wollen. Viele Fortbildungsanbieter für Study Nurse oder Studienassistenz nehmen das Curriculum der BÄK als Grundlage und orientieren ihre Kurse inhaltich daran. Du könntest es als Qualitätsmerkmal bei der Auswahl des Fortbildungsanbieters nehmen, wenn diese einen Kurs nach Curriculum „Studienassistenz in Prüfstellen“ anbieten. Informiere dich daher vorher immer gut über die Weiterbildung und Anbieter.

Fortbildungsinhalte
Einführung in die Klinische Forschung
Ethik
Behörden
Prüfplan, Patienteninformation, Investigator’s Brochure
Case Report Forms (CRFs)
Quelldaten – Anforderungen an die Krankenakte
Prüfarztordner
AE / SAE – Sicherheitsdaten
Prüfmedikation
Labor
Monitorbesuche
Audit
Richtlinien und rechtliche Grundlagen (ICH GCP, Arzneimittelgesetz, GCP-V, Deklaration von Helsinki)
Essentielle Dokumente und deren Handhabung (CRF, ICF)
Umfangreiche Dokumentationsübungen
Arzneimittelsicherheit / Meldepflichten (AE, SAE, SUSAR)
Statistik
Kommunikation
Medical English

Prüfung und Abschluss

Am Ende des Kurses findet im Allgemeinen eine Klausur statt. Ein anschließendes Zertifikat bestätigt dir die Zusatzqualifikation “Study Nurse” oder „Studienassistenz in Prüfstellen“.

Wenn du bereits die Weiterbildung zur Study Nurse absolviert hast, würde ich mich freuen, wenn Du mir und anderen Interessierten der MFA mal anders Community in den Kommentaren von deinen Erfahrungen erzählst. Wie war die Weiterbildung für dich? Wie empfindest du die Berufschancen nach dem Abschluss? Wie gefällt dir die Arbeit als Study Nurse?

Weiterführende Links

Die Koordinierungszentren für Klinische Studien haben ein Curriculum über die Weiterbildung zur Study Nurse verfasst:

PraxismanagerIn

Der Job einer PraxismanagerIn ist unglaublich wichtig für eine gut organisierte Praxis. Du behältst den Überblick über sämtliche Abläufe in der Praxis, verteilst Aufgaben (und das muss man auch erst einmal lernen, dass Aufgaben abgegeben werden dürfen bzw. sogar sollten) und schreibst die Dienstpläne. Aber noch viel wichtiger ist, dass mit deinen Führungsqualitäten als MFA auch das Arbeitsklima im Team enorm beeinflusst wird. Daher solltest du als Teamplayer agieren und nicht nur den Kommandanten raushängen lassen. Für deine KollegenInnen bist du Vertrauensperson und Ansprechpartner bei Fragen und Problemen. Du agierst als Sprachrohr für dein Team und übernimmst die Kommunikation mit dem Chef.

Die PraxismanagerIn ist auch wohl eine der bekanntesten Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte und bietet gute Aufstiegsmöglichkeiten, sowohl finanziell als auch den Verantwortungsbereich betreffend.

Auf einen Blick

VoraussetzungenAbgeschlossene Berufsausbildung als Medizinische Fachangestellte / ArzthelferIn oder Hochschulabschluss und (je nach Anbieter) mind. 1 – 3 Jahre Berufserfahrung
Dauer6 Tage – 15 Monate (je nach Anbieter)
Kosten1.500 – 2.000 Euro (je nach Anbieter)
ArbeitsortePraxen, MVZ, Ambulanzen in Krankenhäusern
Berufliche ChancenGehaltsstufe IV des Tarifvertrags für MFA 

Die Aufgaben einer Praxismanagerin

Hier sind ein paar typische Aufgaben einer PraxismanagerIn aufgelistet:

  • Praxisorganisation (z. B. Terminmanagement, Beschwerde- und Fehlermanagement, Einkaufs- und Materialmanagement)
  • Teamorganisation (z. B. Dienst- und Urlaubsplanung, Einstellen und Einarbeiten neuer Kollegen)
  • Kommunikation mit Team, Patienten und Ärzten
  • Teamführung und Teamfähigkeit (Konflikte mit deinen Kollegen lösen)
  • Persönlichkeit und Standing (z. B. Persönlichkeitsentwicklung, Selbst- und Zeitmanagement)
  • Patientenbetreuung
  • Praxis-BWL (z. B. Praxismarketing)
  • Qualitätsmanagement (hier würde ich allerdings empfehlen, die Aufgabe einer bestimmten Mitarbeiterin zu übertragen. QM ist sowieso Teamarbeit und betrifft alle in der Praxis.)
  • Abrechnung (auch hier besser eine Mitarbeiterin einsetzen, die speziell dafür zuständig ist und eine Fortbildung dafür besucht hat)

Arbeitsorte als PraxismanagerIn

Du kannst als PraxismanagerIn natürlich ganz klassisch und wie der Name schon sagt, eine Arztpraxis managen. Die Ausbildung ist meist konzipiert für den Bereich Arztpraxis, um den speziellen Rahmenbedinungen beider Versorungsbereiche nachzukommen. Wenn du MFA in einer Arztpraxis bist und dich für die Weiterbildung entscheidest, ist sie nicht auf eine bestimmte Fachrichtung spezialisiert sind. Du kannst also in jeder Fachrichtung eingesetzt werden. Aber auch Krankenhäuser oder Zahnkliniken suchen immer wieder Praxismanager für ihre Ambulanzen. Oft hat man hier bessere Arbeitszeiten als in den Praxen und die Gehälter werden nach Krankenhaustarif gezahlt.
Manchmal suchen auch Krankenkassen oder der MDK Gruppenleiter für einen bestimmten Themenbereich in der ambulanten Versorgung. Hierfür bist du ebenfalls gut geeignet, da du Erfahrungen im ambulanten Bereich und Führungskompetenzen mitbringst.

Berufliche Chancen als PraxismanagerIn

Der Markt ist riesig und Fachkräfte werden aktuell mehr denn je gesucht. Du bist als Praxismanagerin also nicht nur auf Tätigkeiten in einer Arztpraxis beschränkt. Überlege, was dir Spaß macht und wo du gerne arbeiten möchtest und dann werde kreativ. Schau nicht nur nach freien Stellenangeboten, sondern bewirb dich auch initiativ. So habe ich meinen letzten Job in der Kassenärztlichen Vereinigung bekommen.

Was das Gehalt angeht: dein Gehalt richtet sich i.d.R. nach dem Tarifvertrag. Wenn deine Weiterbildungsmaßnahme beispielsweise 200 Stunden umfasst, findest du dich in der Gehaltstariftabelle mindestens in der Tätigkeitsgruppe IV wieder. Das ist doch schon mal ein guter Sprung nach oben, oder?!

Gehalt als PraxismanagerIn

Als qualifizierte PraxismanagerIn wirst Du in Tätigkeitsgruppe IV des Gehaltstarifvertrags für Medizinische Fachangestellte eingeordnet. Je nach Berufserfahrung verdienst Du als PraxismangerIn dementsprechend zwischen 2.581,- € und 3.577,- € brutto im Monat. Du kannst Dir Dein Gehalt nach Gehaltstarifvertrag mit unserem Gehaltsrechner für MFA berechnen.

Fortbildungsablauf zur PraxismanagerIn

Da der Begriff „Praxismanager“ nicht geschützt ist, gibt es auch keinen einheitlichen Lehrplan von der Ärztekammer an den sich die Fortbildungsanbieter halten müssen. Entsprechend findest du unterschiedliche Lehr-und Lernkonzepte, Fortbildungsdauer oder Teilnahmevoraussetzungen. So setzen manche Fortbilder den Schwerpunkt der Weiterbildung auf betriebswirtschaftliche Themen, wie Abrechnung und andere den Fokus auf Teamführung oder Qualitätsmanagement. Je nachdem wie umfangreich die Fortbildung ist, erwirbst du entsprechende Kenntnisse, die deine Einsatzmöglichkeiten erweitern und für dich von Vorteil sind bei Bewerbung oder Gehaltsverhandlung. Daher solltest du bei der Auswahl deines Fortbildungsanbieters genau darauf achten, wo die Schwerpunkte gesetzt werden und ob diese mit deinen Wünschen übereinstimmen.

Für mich ist die PraxismanagerIn in erster Linie für die Leitung ihres Teams zuständig. Sie sollte entsprechende Führungskenntnisse besitzen und auch menschlich in diese Rolle passen. Natürlich ist es ebenfalls wichtig, dass du Wissen über sämtliche Abläufe der Praxis erwirbst, egal ob Abrechnung, QM, medizinisches Wissen oder Grundkenntnisse des Arbeitsrechts.

Fortbildungsinhalte zur PraxismanagerIn

Wichtige Schwerpunkte einer guten Fortbildung
Betriebswirtschaftliche Steuerung von Arztpraxen (Controlling)
Praxisorganisation und Personalmanagement
Patientenorientierung und Qualitätsmanagement
Praxismarketing

Bei der Auswahl deiner Fortbildung solltest du auf eine praxisnahe Umsetzung achten. Suche dir am besten einen Anbieter, der die Themen mit Beispielen aus der Praxis für Medizinische Fachangestellte angeht. Das macht vieles besser verständlich, als wenn bestimmte Sachverhalte verallgemeinert werden.

Um alle Inhalte ausreichend zu behandeln, sollte die Fortbildung mindestens 200 Unterrichtseinheiten umfassen (das sind umgerechnet immerhin 25 Arbeitstage). Ein Wochenendseminar kann das notwendige Wissen nicht vollumfänglich vermitteln. Höchstens, wenn du einen Refresher-Kurs besuchen möchtest. Normalerweise dauert eine Praxismanager-Fortbildung ca. 7 Monate.

Die meisten Fortbildungen werden berufsbegleitend angeboten. Du gehst also ganz normal weiter zur Arbeit und die Kurse finden abends, am Wochenende oder per Selbststudium Zuhause statt.

Ich sag dir wie es ist: Es wird kein Zuckerschlecken werden, sich nach einem anstrengenden Arbeitstag aufzuraffen, um die Kurse zu besuchen oder zu lernen. Deshalb suche dir eine Fortbildung, die es für dich am komfortabelsten macht, den Kurs durchzuziehen. Musst du nach der Arbeit noch die Kids von der Schule abholen, zum Sport fahren, einkaufen, Essen kochen, zum Elternsprechtag, mit dem Hund raus…. du kennst den ganzen Alltagswahnsinn. Dann ist es für dich vielleicht angenehmer die Kurse am Wochenende zu besuchen. Wenn du dich selbst gut motivieren kannst, kann ich dir auch Fortbildungen als Fernunterricht empfehlen. Was auch immer für dich am besten funktioniert, entscheidest du.

Prüfung und Abschluss zur PraxismanagerIn

Je nach Anbieter wird eine schriftliche Prüfung und/oder eine Projektarbeit absolviert. Mit bestandener Prüfung erhältst du ein Zertifikat.

FachwirtIn im Gesundheits- und Sozialwesen

Zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen wirst du durch eine betriebswirtschaftliche Weiterbildung. Sie könnte für dich interessant sein, wenn du deine Karriere als Medizinische Fachangestellte mehr in Richtung Verwaltung und Management bewegen möchtest.

Bei deiner täglichen Arbeit in der Praxis als MFA bist du sicherlich schon mit einigen Herausforderungen des heutigen Gesundheitssystems in Berührung gekommen. Die Menschen werden immer älter. Es gibt zu wenig Fachkräfte. Bürokratie hoch zehn. Alles kostet zu viel, obwohl ja gar kein Geld da ist und zu guter Letzt soll die uns bekannte Qualität der Gesundheitsversorgung erhalten bleiben. Um dem allen gerecht zu werden und adäquate Lösungen für die Gesundheitsbranche zu finden, gibt es Experten, wie den Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen.

Das sind speziell geschulte Fachkräfte, meistens mit einem beruflichen Hintergrund im Gesundheits- oder Sozialwesen, die sich um die u.a. betriebswirtschaftlichen und personalwirtschaftlichen Belange von Unternehmen des Gesundheitswesens kümmern.

Auf einen Blick

VoraussetzungenAbgeschlossene Ausbildung im Gesundheits- und Sozialwesen und einjährige Berufspraxis
oder
Abgeschlossenes Hochschulstudium und zweijährige Berufspraxis
oder
Abgeschlossene Ausbildung in sonstigem anerkannten kaufmännischen, verwaltenden oder hauswirtschaftlichen Beruf und zweijährige Berufspraxis
oder
Fünfjährige Berufspraxis
Dauer3 – 18 Monate 
Kostenca. 2.600 Euro (je nach Anbieter)
ArbeitsorteKlinik, Reha- und Kureinrichtungen, Pflegeheim, Rettungsdienst. Tagesstätten, Wohnheime, Behinderteneinrichtungen, Krankenkasse, usw.
Berufliche ChancenMehr Verantwortung, besseres Gehalt, vielfältige Perspektiven für Jobs im Gesundheitswesen, der Fachwirt ist mit einem Bachelorabschluss gleichgestellt

Die Aufgaben einer FachwirtIn

Die Aufgaben einer FachwirtIn sind sehr vielfältig und hängen natürlich auch von deinem Einsatzort (z.B. Klinik, Pflegeheim oder Krankenkasse) und der jeweiligen Abteilung (Finanzabteilung, Personalabteilung etc.) ab.

Pflegerische und medizinische Aufgaben wirst du als FachwirtIn nicht mehr erledigen, da dein Arbeitsplatz statt im Behandlungszimmer nun am Schreibtisch bzw. im Büro zu finden ist. Weil du aber weiterhin im Gesundheitswesen tätig bist, wird dir der Patientenkontakt sicherlich erhalten bleiben, wenn auch in anderer Form. 

Dein neues Aufgabegebiet kann verwaltungstechnischer oder organisatorischer Natur sein, z. B. wenn du Anträge bearbeitest oder Veranstaltungen organisierst. Zu den typisch kaufmännischen Aufgaben zählt das Rechnungswesen. Du schreibst Rechnungen und kontrollierst Zahlungseingänge. Manche übernehmen auch Führungsaufgaben und leiten ein kleines Team. Andere sind im Managementbereich als rechte Hand des Abteilungsleiters tätig. Auch Marketingaufgaben, wie das Erstellen von Marketingkonzepten oder eine Position als Social Media Beauftragte eines Unternehmens könnten denkbar sein.

Noch mehr Infos darüber, wie der Arbeitsalltag als FachwirtIn im Sozial-und Gesundheitswesen aussehen könnte, findest du in dem Erfahrungsbericht von Tatjana.

Arbeitsorte

Innerhalb des Gesundheitswesen sind die Einsatzgebiete eines Fachwirtes quasi grenzenlos. Kliniken, Reha- und Kureinrichtungen, Pflegeheime oder Rettungsdienst. Tagesstätten und Wohnheime (z. B. Jugendheim, Mutter-Kind-Heim), Behinderteneinrichtungen, Organisationen der freien Wohlfahrtspflege (z. B. Arbeiterwohlfahrt, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutscher Caritasverband, Deutsches Rotes Kreuz oder Diakonie). Auch Krankenkassen, die Kassenärztlichen Vereinigungen und Ärztekammern sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen speziell aus dem Gesundheitswesen.

Von vielen begehrt sind auch Jobs bei Städten und Kommunen, z.B. im Gesundheitsamt, weil hier die Chance auf eine Verbeamtung besteht.

Berufliche Chancen

Schaut man sich die Beschreibung der beruflichen Chancen der Fachwirte auf den Seiten der vielen Weiterbildungsanbieter an, verhilft dir der Abschluss zu verantwortungsvollen Aufgaben im mittleren Managementbereich. Im mittleren Management arbeiten z.B. Abteilungs- oder Teamleiter. Damit befindest du dich zwischen deinen Mitarbeitern und den Führungskräften des Top Managements. Als Beispiel hierfür kannst du dir eine Praxismanagerin vorstellen. Sie ist für die Belange der MFA als TeamführerIn zuständig, muss übergeordnet aber auch die Ziele des Arztes als Praxisinhaber realisieren.

Du kannst als FachwirtIn also auf mehr Verantwortung und Führungspositionen hoffen. Dies bedeutet auch ein besseres Gehalt zu beziehen. Die Weiterbildung lohnt sich also, wenn du mit deinem MFA-Gehalt nicht zufrieden bist. Eine FachwirtIn verdient gleichwertig mit einer MFA der Tätigkeitsgruppe VI des Gehaltstarifvertrag für MFA oder höher, je nach Arbeitgeber.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man als MFA mit Berufserfahrung und einem zusätzlichen betriebswirtschaftlichen Abschluss im Gesundheitswesen sehr gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat. Du kennst dich bereits in der Branche aus, kennst den Praxisalltag sowie seine Probleme und weißt, wie man mit Patienten bzw. Kunden umgeht. Dein praktisches Know-How gepaart mit betriebswirtschaftlichen Kenntnissen verschafft dir klare Vorteile gegenüber den Hochschulabsolventen, die noch keine Berufserfahrungen gemacht haben und “nur” mit theoretischen Wissen von der Uni glänzen können. Außerdem zeigt es, dass du belastbar, zielstrebig und lernwillig bist. Sowas sieht der zukünftige Chef gerne.

Gehalt als FachwirtIn im Gesundheits- und Sozialwesen

Als qualifizierte FachwirtIn im Gesundheits- und Sozialwesen wirst Du mindestens in Tätigkeitsgruppe VI des Gehaltstarifvertrags für Medizinische Fachangestellte eingeordnet. Je nach Berufserfahrung verdienst Du als FachwirtIn im Gesundheits- und Sozialwesen dementsprechend wenigstens zwischen 3.119,- € und 4.322,- € brutto im Monat. Du kannst Dir Dein Gehalt nach Gehaltstarifvertrag mit unserem Gehaltsrechner für MFA berechnen.

Fortbildungsablauf

Der Ablauf der Fortbildung ist nicht geregelt. Theoretisch kannst du dir die Lerninhalte selbst beibringen. Da du aber für einen anerkannten Abschluss eine Prüfung vor der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ablegen musst, empfiehlt sich ein Kurs bei einem Anbieter zu absolvieren, der dich optimal auf die Prüfung vorbereitet. Je nach Anbieter dauert der Kurs 3 bis 18 Monate. Diese werden berufsbegleitend oder Vollzeit, per Fernunterricht oder in Präsenzveranstaltungen angeboten.

Die DIHK hat einen Rahmenplan zu den Lehrinhalten erarbeitet. Dieser gliedert sich in einen handlungsspezifischen und einen wirtschaftsspezifischen Teil.

Handlungsspezifischer Teil

  • Gesundheitsökonomie
  • Sozialwissenschaften
  • Spezifische Rechtswissenschaft im Sozial und Gesundheitswesen
  • Marketing im Gesundheitswesen
  • Management im Sozial- und Gesundheitswesen

Wirtschaftsspezifischer Teil

  • Betriebs- und Volkswirtschaftslehre
  • Allgemeines Rechnungswesen
  • Recht & Steuern
  • Operative Unternehmensführung

Fortbildungsinhalte

Lerninhalte
Grundzüge der Unternehmensführung, des Controllings sowie des Rechnungswesens 
Grundsätze des Sozialmarketings (um z.B. Konzepte zur öffentlichen Präsentation des Unternehmens beurteilen und selbst erstellen zu können)
Planen, Organisieren, Steuern, Überwachen und Optimieren betrieblicher Prozesse
Managementaufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen
Beschaffen, Führen und Entwickeln von Personal und Qualifizierung der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung
Lenken der Kommunikationsschwerpunkte
Erfassung von Leistungserstellungsprozessen
Ermitteln, Interpretieren und Beurteilen von steuerungsrelevanten Daten
Einsetzen von Steuerungsinstrumenten
Entwickeln und Ausgestalten von Unternehmenszielen und -strategien, Vorbereiten und Umsetzen unternehmerischer Entscheidungen
Vorbereiten der Finanz- und Investitionsplanung
Entwickeln und Umsetzen von Finanzierungs- und Investitionskonzepten
Steuern und Optimieren von Qualitätsmanagementprozessen
Planen, Organisieren, Koordinieren, Überwachen und Evaluieren von Projekten
Planen und Durchführen von Marketingmaßnahmen

Prüfung und Abschluss

Wie bereits erwähnt, musst du eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammern abgelegen, wenn du einen bundesweit anerkannten Abschluss haben möchtest. Sie umfasst einen schriftlichen sowie mündlichen Teil. Für den mündlichen Teil ist eine Präsentation in Form einer Projektarbeit zu erstellen, die gegenüber dem IHK-Prüfungsausschuss präsentiert und „verteidigt“ werden muss.

Ein anschließendes Zertifikat bestätigt dir den Titel als “Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen IHK”. Der Abschluss ist mit einem Meistertitel vergleichbar.

Erfahrungsbericht einer Fachwirtin

Falls du dir immer noch nicht ganz vorstellen kannst, welche Aufgaben als FachwirtIn auf dich warten und welche beruflichen Wege du nach dem Abschluss einschlagen kannst, lies dir den Erfahrungsbericht von Tatjana durch. Sie ist gelernte MFA mit einem IHK Abschluss als Fachwirtin im Sozial- und Gesundheitswesen und Gast-Autorin von MFA mal anders. In ihrem Artikel beschreibt sie ausführlich, wie die Weiterbildung für sie war und welche neuen Karrierechancen sich dadurch für sie ergeben haben.

MFA mal anders – Meinung

Als ich vor ein paar Jahren auf der Suche nach der perfekten Weiterbildung für mich war, bin ich auch auf die Weiterbildung zum Fachwirt gestoßen. Sicher ist es eine gute und sinnvolle Weiterbildung. Du erweiterst deine Kompetenzen und das öffnet dir als MFA ganz neue Türen.

Ich sah es schon vor meinem geistigen Auge: Ich am Schreibtisch am Managementaufgaben erledigen, ein Team leiten, besseres Gehalt, Gleitzeit, kein stressiger Praxisalltag mehr. Traumhaft. Ich war also schon kurz davor mich für diese Weiterbildung anzumelden.

Zuvor habe ich auf diversen Jobangebotsseiten mal nach einem Job als „Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen“ gesucht. Natürlich ist das keine direkte Berufsbezeichnung und kein Arbeitgeber sucht direkt nach jemandem mit diesem Titel. Aber mir wurden viele freie Stellen mit Fähigkeiten und Fertigkeiten, die dir in dieser Weiterbildung vermittelt werden, angezeigt. Jedoch waren das in der Regel Positionen als Sachbearbeiter oder Verwaltungskraft.

Was viele Arbeitgeber und Unternehmen nicht wissen, ist das der Fachwirt-Abschluss gleichgestellt ist mit einem Bachelorabschluss.

Der Bachelor Professional of Health and Social Services ist eine Übersetzung ins Englische des deutschen FachwirtIn im Gesundheits- und Sozialwesen IHK.

Seit dem 01.01.2020 ist die Novellierung des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) gültig, die neue Abschlussbezeichnungen festlegt, um die Gleichwertigkeit von beruflichen und akademischen Bildungsabschlüssen deutlicher zu machen.

Fortbildungsabschlüsse auf der Niveau-Stufe 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens (Bachelor-Niveau, z.B. Geprüfter Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen, Meister, Techniker, etc.) erhalten die neue Abschlussbezeichnung „Bachelor Professional“, wenn auch die zugrundeliegenden Fortbildungsverordnungen angepasst wurden.

Wenn du den Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen erlangt hast, kannst du dir den Titel und das Abschlusszeugnis bei deiner IHK übersetzen lassen.

Du kannst dich zudem getrost also auch auf Positionen bewerben, die einen Bachelorabschluss im Stellenprofil angeben.

Weiterführende Links

Sämtliche Informationen über die Weiterbildung zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen habe ich folgenden Webseiten entnommen: